Aussenminister von Montenegro zu Besuch in Liechtenstein

12.07.2010 | Aussenminister von Montenegro zu Besuch in Liechtenstein

Beim Besuch von Milan Rocen, dem Aussenminister von Montenegro, stand der Gedankenaustausch zwischen den Vertretern zweier kleiner Länder im Mittelpunkt.

"Es gibt viele interessante Themen zu diskutieren", eröffnete die liechtensteinische Aussenministerin Aurelia Frick das heutige Mediengespräch mit ihrem montenegrinischen Amtskollegen Milan Rocen. Bei der Ministerkonferenz in Strassburg hatte man sich kennen und schätzen gelernt. Nicht zuletzt deshalb, weil die seit 2006 unabhängige Republik Montenegro und das Fürstentum Liechtenstein viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede verbinden, betonte Frick. Das heutige Arbeitsgespräch diente also in erster Linie dazu, das jeweilige Land kennen zu lernen und dessen Positionierung in wirtschaftlichen und politischen Belangen zu erörtern. 

Zusammenarbeit stärken

Dabei präsentierte sich Montenegro als "sehr junger, eigenständiger und unabhängiger Staat", wie Regierungsrätin Frick hervor hob. Milan Rocen zeigte sich hoch erfreut, über das erste offizielle Treffen von liechtensteinischen und montenegrinischen Vertretern. Für Montenegro, dessen erstes aussenpolitisches Ziel ein baldiger EU-Beitritt ist, steht dabei vor allem der Ausbau der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit im Vordergrund. «Wir sind unseren liechtensteinischen Freunden sehr dankbar, dass sie bereit sind, uns im Meinungsaustausch und der Zusammenarbeit zu stärken», lauteten die anerkennenden Worte von Aussenminister Rocen. Weitere Gesprächsthemen betrafen die humanitäre Entwicklung, den Umweltschutz, die Geldwäscherei- und die Terrorismusbekämpfung. 

Im Anschluss an das Mediengespräch besichtigte Milan Rocen das Landtagsgebäude und nahm vor seinem Rückflug nach Montenegro an einem weiteren Arbeitsessen teil.