Medienmitteilungen

    Pressemitteilung vom 16. Mai 2014

    Liechtenstein und USA unterzeichnen FATCA-Abkommen

    Regierungschef Adrian Hasler und der Chargé d'Affaires der USA für Liechtenstein, Jeffrey R. Cellars, haben am 16. Mai 2014 das Abkommen zur Umsetzung des Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) unterzeichnet. Damit ist für die Dienstleister des liechtensteinischen Finanzplatzes der Zugang zum US-amerikanischen Markt weiter gewährleistet.

    Im Verlauf der Verhandlungen, die Ende 2013 abgeschlossen wurden, konnte in für die liechtensteinischen Finanzinstitute wichtigen Fragen eine Einigung erzielt werden, die im Interesse Liechtensteins liegen.

    Mit FATCA wollen die USA erreichen, dass sämtliche im Ausland gehaltenen Konten von Personen, die in den USA steuerpflichtig sind, besteuert werden können. FATCA ist eine unilaterale US-Regelung, die weltweit für alle Länder gilt. Sie verlangt von ausländischen Finanzinstituten, dass sie den US-Steuerbehörden Informationen über US-Konten weitergeben oder eine hohe Steuer erheben.

    Abkommen sichert Zugang zum US-Kapitalmarkt


    "Der liechtensteinische Finanzplatz zeichnet sich dadurch aus, qualitativ hochstehende Dienstleistungen für einen internationalen und anspruchsvollen Kundenkreis zu erbringen," sagte Regierungschef Adrian Hasler nach der Unterzeichnung in Vaduz. "Der ungehinderte und über das Abkommen abgesicherte Zugang zum US-Kapitalmarkt ist für die liechtensteinischen Finanzdienstleister essentiell."

    Erleichterungen und Rechtssicherheit erreicht

    Liechtenstein hat sich im Interesse des Finanzplatzes und in Abstimmung mit den Finanzplatzverbänden für den Abschluss eines Abkommens, eines sogenannten Intergovernmental Agreements (IGA), entschieden. Für ausländische Finanzinstitute ist die Umsetzung von FATCA mit grossem administrativem und finanziellem Aufwand verbunden. Dieser Aufwand wird durch das FATCA-Abkommen reduziert, weil das Abkommen für die liechtensteinischen Finanzinstitute administrative Erleichterungen vorsieht und Klarheit über die Behandlung der Finanzinstitute und ihrer Produkte schafft.

    Behörden tauschen Informationen aus


    In den Bestimmungen des Abkommens ist der automatische Austausch von Informationen bezüglich der Vermögenswerte, die von US-Bürgern bzw. US-Gebietsansässigen bei Finanzinstituten in Liechtenstein gehalten werden, zwischen den Steuerbehörden der beiden Länder vorgesehen. Zur Umsetzung des FATCA-Abkommens plant die Regierung dem liechtensteinischen Landtag noch in diesem Jahr ein Umsetzungsgesetz zur Behandlung vorzulegen.


    Liechtenstein and the United States sign FATCA Agreement

    Prime Minister Adrian Hasler and the U.S. Chargé d'Affaires to Liechtenstein, Jeffrey R. Cellars, signed an agreement to implement the provisions of the Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) on 16 May 2014. With this, access to the U.S. capital market for Liechtenstein Financial Institutions is ensured.

    In the course of the negotiations, which were in essence completed by the end of 2013, an agreement was reached regarding important issues for Liechtenstein Financial Institutions and in the best interest of Liechtenstein.

    With FATCA, the U.S. is aiming to ensure that all accounts of individuals who are taxable in the U.S. which are held abroad are reported. FATCA is a unilateral U.S. legislation with worldwide applicability. Foreign Financial Institutions are obliged to pass information on U.S.-accounts to the U.S. Tax Authorities (Internal Revenue Services, IRS) or be subject to a substantial withholding penalty.

    Agreement ensures access to U.S. capital market

    "The Liechtenstein Financial Centre is characterized by high-quality services for an international and sophisticated clientele," said Prime Minister Adrian Hasler at the signing in Vaduz. "The unhampered access to U.S. capital markets, which has been secured by the agreement, is essential for Liechtenstein providers of financial services."

    Facilitation and legal certainty achieved

    Liechtenstein has, in coordination with the associations of the financial centre, decided to conclude a so-called Intergovernmental Agreement (IGA). The implementation of FATCA is associated with notable administrative and financial efforts for the financial institutions. These efforts are reduced with the FATCA Agreement, due to the fact that the agreement implements administrative facilitations and brings clarity regarding the treatment of financial institutions and their products.

    Competent Authorities to exchange information The provisions of the agreement provide for the automatic exchange of information concerning assets held by U.S.-Persons at Liechtenstein financial institutions to be exchanged by the tax authorities of the two countries.

    To implement FATCA, the Liechtenstein Government plans to submit legislation to Liechtenstein Parliament in the course of this year.

      Medienmitteilung vom 29. Oktober 2014

      Regierung verabschiedet Stellungnahme zum FATCA-Gesetz

      Die Regierung hat an ihrer Sitzung vom 28. Oktober 2014 eine Stellungnahme zu den anlässlich der ersten Lesung des Berichtes und Antrages betreffend das Gesetz über die Umsetzung des FATCA-Abkommens zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und den Vereinigten Staaten von Amerika (FATCA-Gesetz) am 2. Oktober 2014 aufgeworfenen Fragen verabschiedet. Der Landtag hatte die Regierungsvorlage grundsätzlich begrüsst. Von den Abgeordneten wurden aber verschiedene Fragen aufgeworfen. Die Regierung hat diese Fragen, die insbesondere die Qualifikation unter dem FATCA-Abkommen und dem FATCA-Gesetz, das Kontrollverfahren und die Bussen betrafen, einer genauen Prüfung unterzogen und in einer Stellungnahme an den Landtag beantwortet. Die Behandlung des FATCA-Gesetzes ist für den Dezember-Landtag geplant.

        Pressemitteilung vom 17. September 2009

        Liechtensteinisches Parlament verabschiedet neues Steueramtshilfegesetz für US Abkommen

        • Gesetzliche Voraussetzung für Inkrafttreten des Steuerinformationsabkommens vom Dezember 2008 mit den USA erfüllt
        • Regierungschef Klaus Tschütscher: "Mit dem heute verabschiedeten Gesetz hat der Landtag den Weg für ein rechtsstaatliches und gleichzeitig rasches Verfahren im Bereich der internationalen Amtshilfe frei gemacht"

        Vaduz, 17. September 2009 - Der liechtensteinische Landtag hat am gestrigen Mittwochabend einhellig das neue Steueramtshilfegesetz zur Umsetzung des am 8. Dezember 2008 unterzeichneten Informationsaustauschabkommen (TIEA) mit den USA verabschiedet. Damit sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und das Abkommen kann wie vorgesehen am 1. Januar 2010 mit Wirkung für die Steuerjahre ab 2009 in Kraft treten.

        "Mit dem heute verabschiedeten Gesetz hat der Landtag den Weg für ein rechtsstaatliches und gleichzeitig rasches Verfahren im Bereich der internationalen Amtshilfe frei gemacht," sagte Regierungschef Klaus Tschütscher. "Damit schafft Liechtenstein Rechtssicherheit für den Bankkunden und die Finanzintermediäre nicht nur gegenüber den USA, sondern auch mit Blick auf die weiteren Abkommen, die wir zur Umsetzung der OECD-Standards abschliessen".

        Das neue Steueramtshilfegesetz sieht einen Informationsaustausch auf eine begründete Anfrage der amerikanischen Steuerbehörde vor, bei der die Identität der USSteuerpflichtigen und der zugrunde liegende Sachverhalt dargelegt werden muss. Das verabschiedete Verfahren sieht vor, dass ein liechtensteinisches Gericht über die Rechtmässigkeit der Anfrage entscheiden kann. Die Anordnung von Zwangsmassnahmen zur Beschaffung der in einem Ersuchen verlangten Information ist mit richterlicher Bewilligung möglich.

        Mit Inkrafttreten des Abkommens wird zudem der Qualified Intermediary-Status für liechtensteinische Banken um weitere sechs Jahre verlängert. Als Qualified-Intermediaries ist es Finanzintermediären gestattet, weiterhin Geschäfte in US-Wertschriften zu tätigen.


          Pressemitteilung vom 26. Juni 2009

          Liechtensteiner Landtag genehmigt Steuerabkommen mit den USA / Liechtenstein Parliament approves tax agreement with the United States

          Der liechtensteinische Landtag hat am Donnerstag einstimmig das am 8. Dezember 2008 unterzeichnete Abkommen über die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch in Steuersachen (Tax Information Exchange Agreement/TIEA) mit den USA genehmigt. Das Abkommen soll am 1. Januar 2010 in Kraft treten, mit Wirkung für die Steuerjahre 2009 und spätere Steuerjahre.

          Die einzelnen Bestimmungen des Abkommens werden mit einem neuen Steueramtshilfegesetz im liechtensteinischen Recht umgesetzt. Das Eintreten auf sämtliche der von der Regierung zur Umsetzung des TIEA vorgeschlagenen und notwendigen Gesetzesvorlagen war unbestritten und die Abgeordneten begrüssten den Entwurf des US-Steueramtshilfegesetzes im Rahmen der ersten Lesung ausdrücklich. Das Gesetz soll im September verabschiedet werden.

          Der Informationsaustausch wird nur über eine begründete Anfrage der amerikanischen Steuerbehörde erfolgen, bei der die Identität der US-Steuerpflichtigen und der zugrunde liegende Sachverhalt dargelegt werden muss. Das gesetzlich festgelegte Verfahren sieht vor, dass ein liechtensteinisches Gericht über die Rechtmässigkeit der Anfrage entscheiden kann. Die Anordnung von Zwangsmassnahmen zur Beschaffung der in einem Ersuchen verlangten Information ist mit richterlicher Bewilligung möglich. Mit den vorgesehenen Verfahren wird Rechtssicherheit für den Bankkunden und die Finanzintermediäre geschaffen und auch der notwendige grundrechtliche Rechtsschutz ermöglicht. Mit der genehmigten Verfassungsänderung, die den Weg für ein effizientes und rasches Verfahren im Bereich der internationalen Amtshilfe frei macht, hat der Landtag ein klares Bekenntnis zur Umsetzung der eingegangenen Verpflichtung zum steuerlichen Informationsaustausch abgelegt.

          "Wir haben damit den Beweis erbracht, dass wir bereit und in der Lage sind, den Worten auch Taten folgen zu lassen", sagte Regierungschef Klaus Tschütscher, der sich gestern erfreut über die eindeutigen Voten im Landtag zeigte. Bereits in der vergangenen Woche hatten wichtige Wirtschaftsverbände ihre Unterstützung der Vorlage zum Ausdruck gebracht. "Liechtenstein erweist sich damit als verlässlicher Vertragspartner, nicht nur gegenüber den USA, sondern auch mit Blick auf die weiteren Abkommen, die wir zur Umsetzung der OECD-Standards abschliessen wollen", so der Regierungschef weiter.

          Mit Inkrafttreten des Abkommens wird zudem der QI-Status für liechtensteinische Banken um weitere sechs Jahre verlängert, womit für die Finanzinstitute Nachteile im internationalen Wettbewerb vermieden werden

          Liechtenstein Parliament approves tax agreement with the United States

          On Thursday, the Liechtenstein Parliament unanimously approved the Tax Information Exchange Agreement (TIEA) with the United States that was signed 8 December 2008. The agreement will enter into force on 1 January 2010, effective for tax years 2009 and later.

          The individual provisions of the agreement will be implemented into Liechtenstein law with a new Law on Administrative Assistance in Tax Matters (US TIEA Act). Consideration of all necessary legislative amendments proposed by the Government for implementation of the TIEA was undisputed, and the Members of Parliament expressly welcomed the draft US TIEA Act in the first reading. The law is expected to pass in September.

          Information exchange is only granted pursuant to a justified request by the American tax authority. The request must contain the identity of the US taxpayer and the underlying fact pattern. The legally stipulated procedure provides that a Liechtenstein court may decide on the lawfulness of the request. Ordering coercive measures to obtain the information demanded in the request is possible with judicial approval. The envisaged procedures ensure legal certainty and fundamental legal protection for bank clients and financial intermediaries. The approved constitutional amendment, which makes an efficient and rapid procedure for international administrative assistance possible, is a sign of Parliament's clear commitment to implementation of the obligations assumed by Liechtenstein relating to information exchange in tax matters.

          "With today's adoption, we have proven that we are ready and able to follow words with deeds," said Prime Minister Klaus Tschütscher, expressing satisfaction with the clear votes in Parliament. Already last week, important business associations had expressed their support for the proposal. "Liechtenstein is proving itself to be a reliable treaty partner, not only vis-à-vis the United States, but also with a view to the further agreements we want to conclude for the purpose of implementing the OECD standards," said the Prime Minister.

          With entry into force of the agreement, the QI status of Liechtenstein banks will also be extended by six years, so that the country's financial institutions will not be disadvantaged in international competition.

            Pressemitteilung vom 8. Dezember 2008

            Liechtenstein und USA unterzeichnen Abkommen zum Informationsaustausch

            Stellungnahme der Regierung
            Liechtenstein und die USA, vertreten durch Regierungschef Otmar Hasler und die stellvertretende US-amerikanische Botschafterin Leigh Carter in Liechtenstein und der Schweiz, haben das bereits im Oktober parafierte Informationsaustauschabkommen am Montag in Vaduz offiziell unterzeichnet. Damit wurden die über zwei Jahre dauernden Verhandlungen zwischen den USA und Liechtenstein erfolgreich beendet.

            „Wir haben mit dem heute unterzeichneten Abkommen unsere guten und langjährigen Beziehungen zu den USA erneut bestätigt. Damit haben wir auch eine solide Basis für die künftige Zusammenarbeit mit der neu gewählten US-Administration geschaffen“, sagte Regierungschef Otmar Hasler.

            Das vorliegende Abkommen gewährleistet einen Informationsaustausch auf Anfrage für Fälle ab dem Steuerjahr 2009, also für die normalerweise in den ersten Monaten 2010 und danach abzugebenden Steuererklärungen. Der Informationsaustausch erfolgt bei einem nach US-Recht begründeten Verdacht auf Steuerdelikte von US-Steuerpflichtigen mit Vermögenswerten in Liechtenstein. Der Austausch wird durch ein entsprechendes Verfahren geregelt und erfolgt ausschliesslich auf spezifizierte Anfrage und nach Bekanntgabe der Identität des betroffenen Steuerzahlers durch die US-Behörden. Es ist vorgesehen, dass ein liechtensteinisches Gericht über die Rechtmässigkeit der Anfrage entscheiden kann. Damit schafft das Abkommen Rechtssicherheit für den Bankkunden und gewährleistet die Privatsphäre des Bürgers.

            Im Verlauf des Jahres 2009 wird die Regierung die für dieses Abkommen zur Durchsetzung von Amts- und Rechtshilfeersuchen erforderlichen Gesetzesbestimmungen dem Landtag vorlegen. Damit tritt das Abkommen ab dem 1. Januar 2010 in Kraft.


              Ministerium für Präsidiales und Finanzen

              Abkommenstext, Bericht und Antrag und weitere Details

              Den Abkommenstext, Bericht und Antrag und weitere Details finden Sie auf der Homepage der Steuerverwaltung Link.


              • Regierung
              • Regierungsmitglieder
              • Adrian Hasler
              • Daniel Risch
              • Mauro Pedrazzini
              • Aurelia Frick
              • Dominique Gantenbein
              • Stellvertreter
              • Ministerien
              • Ministerium für Präsidiales und Finanzen
              • Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport
              • Ministerium für Gesellschaft
              • Ministerium für Äusseres, Justiz und Kultur
              • Ministerium für Inneres, Bildung und Umwelt
              • Regierungssekretär
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