Ministerium für Präsidiales und Finanzen

Integrierte Finanzplatzstrategie

Der Finanzdienstleistungssektor gehört in Liechtenstein mit der Industrie zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen. Die politische Kontinuität, die Stabilität, die Rechtssicherheit, die hohe Qualität der Dienstleistungen, der traditionell hohe Schutz des Privateigentums und der Privatsphäre sowie die langjährige Erfahrung im Private Banking und Wealth Management zählen zu den Standortvorteilen. Der Finanzsektor trägt rund ein Drittel zur Bruttowertschöpfung des Landes bei, gehört zu den wichtigen Arbeitgebern und beschäftigt überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Arbeitskräfte. Aufgrund der Zugehörigkeit Liechtensteins zum europäischen Binnenmarkt geniessen liechtensteinische Banken volle Dienstleistungsfreiheit in sämtlichen EWR-Staaten. Diese Dienstleistungsfreiheit macht es möglich, von Liechtenstein aus in Franken unterlegte und im ganzen EU-Raum zugelassene Finanzprodukte anzubieten. 

Liechtenstein kooperiert international in Steuerfragen. Mit der «Liechtenstein-Erklärung» vom 12. März 2009 bekannte sich das Fürstentum zum OECD-Standard für Transparenz und Informationsaustausch in Steuerfragen. Mit dieser Deklaration bot Liechtenstein interessierten Staaten bilaterale Steuerabkommen zur effektiven Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und Steuerhinterziehung an. Auf dieser Grundlage wurden bis Ende 2012 mit 30 Ländern Steuerinformationsaustauschabkommen (TIEA) und Doppelbesteuerungs­abkommen (DBA) abgeschlossen.

Anfang 2013 konnte eine integrierte Finanzplatzstrategie verabschiedet werden, die von der Regierung, den Wirtschaftsverbänden und den Marktteilnehmern gemeinsam erarbeitet worden war. Mit dieser breit abgestützten Strategie ist eine wichtige Voraussetzung zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Finanzplatzes geschaffen worden. Aufbauend auf der «Liechtenstein-Erklärung» und den seither erarbeiteten grenzüberschreitenden Steuerkooperationen wird der Schwerpunkt für den Finanzplatz Liechtenstein auf eine aktive Positionierung als Spezialist in der Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung gelegt.

Am 14. November 2013 veröffentlichte die Regierung des Fürstentums Liechtenstein in Vaduz eine Regierungserklärung zur weiteren internationalen Steuerkooperation. Darin bekräftigt das Land sein Bekenntnis zu den geltenden OECD-Standards.

Die Umsetzung der Strategie zur konzentrierten Stärkung des Finanzplatzes erfolgt in einem fortlaufenden Strategieprozess. Ein gemeinsamer Beirat von Regierung und Marktteilnehmern begleitet die Strategieumsetzung und ist Beratungsorgan in Fragen der strategischen Ausrichtung des Finanzplatzes.

Die Koordination und Umsetzung der Finanzplatzstrategie wird durch die Stabstelle für internationale Finanzplatzagenden (SIFA) wahrgenommen. Projektmanagement und Überwachung werden durch ein Strategiebüro sichergestellt.




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