02.06.2020

Bestellung einer Arbeitsgruppe für die Durchführung einer Variantenprüfung zur Verkehrsentlastung des Dorfzentrums von Schaan

Nachdem die Regierung vom Landtag anlässlich seiner Sitzung vom 7. Mai 2020 beauftragt wurde, eine vertiefte Variantenprüfung zur Entlastung des Dorfzentrums von Schaan in enger Abstimmung mit der Gemeinde Schaan durchzuführen und das Ergebnis der Variantenprüfung dem Landtag bis zum 30. Juni 2021 zur Kenntnis zur bringen, hat die Regierung mit Entscheidung vom 2. Juni 2020 eine Arbeitsgruppe für die Projektbegleitung eingesetzt.

Neben insgesamt vier Mitarbeitern des Ministeriums für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport, des Amtes für Bau und Infrastruktur und des Amtes für Umwelt nimmt die Gemeinde Schaan mit drei Vertretern in der Arbeitsgruppe Einsitz. Dadurch wird sichergestellt, dass die Belange der Gemeinde gebührend berücksichtigt werden.

Die in den Hauptverkehrszeiten stark befahrenen Landstrassen im Dorfzentrum von Schaan kreuzen die ÖBB-Bahnlinie niveaugleich. Die Schrankenschliesszeiten hindern den Verkehrsfluss, was während den Hauptverkehrszeiten zu Stausituationen führt. Neben dem motorisierten Individualverkehr ist auch der öffentliche Verkehr von den Folgen der Schrankenschliessungen betroffen, wodurch der Fahrplan zu diesen Zeiten oft nicht eingehalten werden kann.

Um das Dorfzentrum von Schaan zu entlasten, sollen dem Auftrag des Landtags folgend, unabhängig von der Realisierung einer S-Bahn Liechtenstein, von der Arbeitsgruppe folgende Entlastungs- und Lösungsmöglichkeiten einer vertieften Prüfung unterzogen werden:

- Absenkung des Bahntrassees und Unterquerung der Strassen durch die Bahn;

- Absenkung der Strassen „Im Bretscha“ sowie „Zollstrasse“ und Unterquerung der Bahnlinie mittels Unterführungen;

- Erstellung einer neuen Entlastungsstrasse als Fortsetzung der Industriestrasse von der Bendererstrasse bis zur Zollstrasse.

Alle Varianten haben spezifische Vor- und Nachteile. Mit der Variantenprüfung soll die technische und politische Machbarkeit aufgezeigt und anhand einer systematischen Beurteilung die zu favorisierende Bestvariante evaluiert werden.

 

Die Arbeitsgruppe wurde beauftragt, der Regierung das Ergebnis der Variantenprüfung bis spätestens Mitte Februar 2021 zur Beschlussfassung vorzulegen.