Was ist passiert?
In der Nacht auf den 30. Juli 2026 hat eine unbekannte Täterschaft widerrechtlich auf digitalem Weg Zugriff auf das VwbP verschafft. Im Verlauf des Tages vom 30. Juli 2026 fielen beim Amt für Justiz Unregelmässigkeiten auf. In der Folge wurde das Amt für Informatik kontaktiert, um den Sachverhalt zu analysieren. Am Nachmittag des 1. August 2026 wurden die ersten bestätigten Ergebnisse der Voruntersuchungen an die Regierung übermittelt.
Es hat sich herausgestellt, dass sich die Täterschaft rechtswidrig Zugriff auf das Verzeichnis verschaffen und Datenkopien von rund 31‘000 Rechtsträgern abgreifen konnte. Im VwbP finden sich Angaben zu den wirtschaftlich berechtigten Personen von Rechtsträgern. Infolge des Vorfalls ist das Verzeichnis über die Website www.llv.li für externe Nutzer vorerst nicht verfügbar. Nach aktuellem Kenntnisstand bestehen keine Hinweise darauf, dass Daten im System verändert oder gelöscht wurden.
Die forensischen Untersuchungen sowie die zusammenhängenden Analysen zum Hergang des Angriffs und zur Umgehung der Sicherheitshürden laufen weiter. Ein erster Hinweis auf ein mögliches Einfallstor des Angriffs wurde identifiziert. Es war ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau auf eine hochkomplexe Sicherheitsstruktur.
Die vorläufigen Ergebnisse zeigen zudem, dass das VwbP gezielt und isoliert angegriffen wurde. Weder zu den Servern der Landesverwaltung noch zu weiteren Systemen der Landesverwaltung wurden gemäss aktuellem Kenntnisstand widerrechtliche Zugriffsversuche registriert. Dennoch hat die Regierung veranlasst, als Vorsichtsmassnahme weitere Systeme mit sensiblen Daten vorübergehend vom Netz zu nehmen. Sie werden weiteren umfassenden Sicherheitsprüfungen unterzogen.